Sorgen um Florian
Wobsy saß gemütlich
auf dem Sofa und naschte aus dem Honigglas, das ihm die Teddymama gegeben hatte.
Zufrieden lächelnd genoss er seinen Lieblingshonig und schaute verträumt in der
Gegend herum.
„Na, schmeckt es, Wobsy?“, fragte die Teddymama, strich Wobsy über den Kopf,
legte die Zeitung auf den Tisch und setzte sich an den PC.
Wobsy brummte zufrieden, schaute auf die Zeitung und ließ plötzlich sein
Honigglas sinken. Aufgeregt sprang er auf und schnappte sich die Zeitung.
„Du... du... schau mal...!“, rief er der Teddymama zu.
„Ach Wobsy, ich habe mich gerade an den PC gesetzt. Was gibt es denn?“
„Hier... hier ist ein Bild von einem Feuerwehreinsatz in der Zeitung“, erzählte
Wobsy und seine Stimme überschlug sich beinahe. „Ließ doch mal vor... bitte!“,
drängte Wobsy.
„Was?“, fragte die Teddymama. „Von einem Einsatz „unserer“ Feuerwehrwache?“
Neugierig nahm sie die Zeitung, schaute sich das Bild an und las Wobsy den
Artikel vor.
In dem Artikel wurde von einem Einsatz der Feuerwehr berichtet, bei dem drei
Feuerwehrmänner verletzt wurden. Einer von ihnen schwer. Die Teddymama las den
Artikel vor und Wobsy spürte, wie ihr die Stimme stockte. Außerdem hatte sie
feuchte Augen. Auch Wobsy begann zu zittern und er kuschelte sich eng an der
Teddymama an.
„Duuuu, ob Florian dabei war und dolle verletzt ist?“, fragte Wobsy mit
zittriger Stimme?
„Das weiß ich nicht“, sagte die Teddymama. „Das steht hier nicht, Wobsy“.
„Dann ruf doch da mal an!“, schlug Wobsy vor und sprang vom Sofa, um das Telefon
zu holen.
„Das nützt nichts, Wobsy“, bremste die Teddymama seinen Tatendrang. Da wir keine
Verwandten sind, wird man uns keine Auskunft im Krankenhaus geben. „Aber wir
können ja mal auf der Feuerwehrwache vorbei schauen. Vielleicht sagen die uns
etwas“.
„Au ja!“, rief Wobsy aufgeregt. „Los komm schon“, drängte er die Teddymama, die
kaum Zeit hatte, sich richtig anzuziehen.
Wenig später waren die beiden auf dem Weg zur Feuerwache.
Auf der Feuerwache herrschte gedrückte Stimmung und die Teddymama sprach einen
Feuerwehrmann an, der gerade einen Schlauch aufrollte.
Sie erklärte dem Mann, dass sie von dem Unfall gehört hätten und dass sie sich
erkundigen wollten, ob Florian bei dem Einsatz dabei war.
„Ach, dann sind sie die Frau mit dem Teddy“, lächelte der Feuerwehrmann
gedrückt.
„Ja und iiiiich bin der Wooobsy!“, mischte sich Wobsy ein und zog dem
Feuerwehrmann an der Hose.
Der Feuerwehrmann ging in die Hocke und nahm Wobsy auf den Arm. „ Ich bin Jogi.
Nun, ich kann Dir nur sagen, dass mein Freund und Kollege noch im Krankenhaus
ist. Er ist schwer verletzt, aber er wird gut versorgt. Du musst Dir keine
Sorgen machen!“, versuchte Jogi Wobsy zu beruhigen.
Er wollte gerade noch etwas erzählen, als einer seiner Kollege kam und ihm etwas
ins Ohr flüsterte. Sofort huschte ein erleichtertes Lächeln über Jogis Gesicht:
„Nun, ich habe gerade erfahren, dass Flo nicht mehr bewusstlos ist und dass er
wieder ganz gesund wird.....!“
Wobsy drückte spontan den Feuerwehrmann, der herzhaft lachen musste.
„Na, du bist aber ein lieber Teddy“, schmunzelte Jogi.
„Jaaaa, genau!“, stimmte Wobsy zu. „Und darum werden wir auch gleich Deinen
Freund besuchen gehen... stimmt`s ?“, fragte er die Teddymama.
Die Teddymama versuchte Wobsys Tatendrang zu stoppen. „Nun mal langsam, Wobsy.
Wir können Florian gerne im Krankenhaus besuchen, aber nicht heute. Erst einmal
muss er sich erholen und wieder zu Kräften kommen.
Wobsy brummte ein wenig vor sich hin, sah aber ein, dass man dem verletzten
Florian etwas Ruhe gönnen musste.
„Aber... aber übermorgen, da besuchen wir ihn!“, rief Wobsy und schnappte sich
den Löschschlauch. „.... sage Ja, oder.....“, drohte Wobsy und die Teddymama und
Jogi lachten laut auf.
„Ja, Wobsy, übermorgen! Versprochen!“
Die beiden verabschiedeten sich Jogi und machten sich beruhigt auf den Heimweg,
wo sie noch Mercy und Lisa trafen.
Natürlich ließ es sich Wobsy nicht nehmen, den beiden Freunden ausführlich und
haarklein zu berichten.
„... und übermorgen gehen wir Flo besuchen“, endete Wobsy aufgeregt.
© 2005 by Andrea Redmann / Jürgen Kraußlach