Wobsy bei den Bienen
Wobsy saß bei seiner Teddymama auf dem Schoß und naschte von seinem geliebten Honig.
Gerade hatte er seine Pfote in das Glas gesteckt und schleckte den süßen Honig ab, als er ganz nachdenklich wurde.
„Du?“, fragte er seine Teddymama, „wo kommt eigentlich der Honig her, den ich so gerne nasche?“ Wobsy schaute seine Teddymama neugierig an und genehmigte sich noch eine Pfote Honig.
„Der kommt vom Imker“, erklärte die Teddymama und beobachtete Wobsy dabei, wie er seine Pfote abschleckte.
Wobsy legte den Kopf zur Seite und schleckte gedankenverloren weiter. „Vom Imker???“, brummte er leise, „ich dachte immer, den bringen die Bienen, oder so?“
Die Teddymama musste schmunzeln. „Ja, Wobsy, Du hast Recht. Den Honig machen die Bienen. Aber der Imker sorgt dafür, dass Du ihn bekommst!“
„Verstehe ich nicht“, brummte Wobsy und wollte seine Pfote erneut ins Glas tunken.
„He, he, Du kleiner Naschbär, jetzt reicht es erst einmal“, sagte die Teddymama und schloss das Glas. „Oder willst Du Bauchweh bekommen?“
Wobsy brummte leise vor sich hin und schleckte die Reste des Honigs von seiner Pfote.
„Weißt Du was? Wobsy, ich werde Dir nachher zeigen, woher Dein Honig kommt. Was hältst Du davon, wenn wir einen Imker besuchen?“
„Au jaaaa!“, rief Wobsy begeistert und sprang auf. „Kann ich dann da auch naschen? Darf ich Lisa und Mercy mitnehmen?“ Wobsy war richtig aufgeregt und seine Stimme überschlug sich fast. Die Teddymama lachte.
„Ob Du dort naschen darfst, weiß ich nicht. Aber Lisa und Mercy kannst Du gerne mitnehmen, wenn sie wollen.....“.
Die Teddymama hatte noch nicht zu Ende geredet, da sprang Wobsy auf. „Ich frage sie schnell!“, rief er und rannte los.
Am Nachmittag waren Wobsy, die Teddymama, Lisa und Mercy auf dem Weg zum Imker.
Er wohnte etwas außerhalb der Stadt, wo er auch seine Bienenvölker hatte.
Er führte die vier in den Garten, wo ein recht großes Holzhaus stand. Das Haus hatte vorne viele Klappen und davor summte und schwirrte es. Die fleißigen Bienen flogen unermüdlich ein und aus. Einige Male zog Wobsy schnell den Kopf ein, weil die Bienen im Tiefflug über ihn hinweg schwirrten.
„Uiiiii!“, rief er etwas erschrocken. „Hoffentlich stechen die uns nicht“, sagte Lisa etwas ängstlich und trat einen Schritt zurück.
„Keine Angst“, sagte der Imker lächelnd. „Solange ihr den Bienen nichts tut, tun sie Euch auch nichts. Und nun kommt, ich zeige Euch jetzt, wo die Bienen den Honig sammeln. Dafür müssen wir aber in das Haus dort gehen.“
„Da rein?“, fragte Lisa ungläubig. „Zu all den Bienen?“
„Jaaaa“, rief Wobsy übermütig. „Honig naschen!“
Die Teddymama lachte auf: „Mal nicht so frech, Du Naschkatze. Sonst pieksen Dich die Bienen doch noch!“
„Ich habe ein dickes Fell... ätsch!“, brummte Wobsy übermütig.
„Aber nicht auf der Nase“, meinte Lisa grinsend und Wobsy legte eine Pfote übers Gesicht.
Mit etwas mulmigem Gefühl folgten sie dem Imker in das Bienenhaus. Dort drinnen war es recht laut und es schwirrte und summte.
„Hier wohnen die Bienen“, erklärte der Mann. „Wenn die Bienen draußen den Nektar der Blumen gesaugt haben, bringen sie ihn hier her und legen ihn in den Waben ab.“
„Waben?“, brummte Wobsy. „Bei uns ist der Honig aber im Glas!“
Der Imker schmunzelte und die Teddymama lachte.
„Ja, das stimmt, kleiner Teddy. Aber zuvor ist er hier in den Waben.“ Der Imker zog ganz vorsichtig eine Wabe hervor. Sie war mit etlichen Bienen bevölkert, die sich aber gar nicht stören ließen. Dazwischen sah man kleine, wabenförmige Löcher, die zum Teil mit goldenem Honig gefüllt waren. Der Imker erklärte, dass er wartet, bis eine Wabe ganz gefüllt ist, bevor er den Honig erntet.
Lisa, Wobsy, Mercy und die Teddymama beobachteten interessiert das Treiben auf der Wabe und lauschten den Erklärungen des Imkers. Nach einer Weile verließen sie das Bienenhaus.
„Kann man denn bei ihnen auch Honig kaufen?“, fragte die Teddymama und die beiden Bären bekamen leuchtende Augen.
„Aber ja!“, sagte der Imker freundlich und führte den Besuch zu seinen Vorräten.
Die Teddymama kaufte ihm vier Gläschen mit goldgelbem Honig ab. Eines bekam Lisa, eines Mercy, eins Wobsy und eins behielt sie selbst.
„Aber nicht alles auf einmal naschen“, ermahnte sie lächelnd.
Dann machten sie sich auf den Heimweg und redeten noch viel über das eben erlebte beim Imker....
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