Wobsy und sein
Blumenbeet
Endlich wurde es Frühling, nach dem langen, strengen Winter.
Die letzten Tage hatte der Regen den letzten Schnee weggespült und endlich wurde
erstes, frisches Grün sichtbar.
Heute schien die Sonne und es war ungewohnt warm draußen. 15 Grad zeigt das
Thermometer und die Teddymama ließ die Tür zum Garten weit offen stehen.
Wobsy saß gemütlich auf dem Sofa, als ihm sein Blumenbeet wieder einfiel, das er
im letzten Jahr angelegt hatte. Neugierig sprang er vom Sofa und lief in den
Garten, um nach seinem eigenen „Suuuper Duuuper Wobsy Blumenbeet“ zu schauen.
Kaum war Wobsy im Garten, da sah er auch schon sein Beet. „Uuuiiii!“, rief er
freudig und schlug einen übermütigen Frühlingspurzelbaum über den Rasen. In der
einen Ecke seines Blumenbeetes blühten viele Schneeglöckchen, die einen weißen
kleinen Teppich bildeten. Gleich daneben waren die ersten Knospen der Krokusse
zu sehen. Und auch die Tulpen und Osterglocken zeigten ihr erstes Grün.
„Maaaaama, Maaama!“, rief Wobsy und lief zur Terrassentür, wo ihm schon seine
Teddymama entgegen kam.
„Was ist denn los, Wobsy?“, wollte sie wissen. „Was bist Du denn so aufgeregt?“
„Schau nur, schau nur!“, rief Wobsy, nahm seine Teddymama an der Hand und zerrte
sie zu seinem Blumenbeet. „Hier, meine ersten eigenen Blumen!“
Die Teddymama schaute sich das Beet an und ging davor in die Hocke. „Nun wird es
wirklich Frühling, Wobsy. Dann können auch bald wieder die Bienchen fliegen, um
Honig zu produzieren.“
„Fliegen die auch auf meine Blumen?“, wollte Wobsy wissen und stupste eines der
Schneeglöckchen an.
„Natürlich werden die auch an Deinen Blumen naschen“, sagte die Teddymama
lächelnd. „Aber warum brummst Du denn jetzt so, Wobsy?“
„Weil… weil … Meine Schneeglöckchen sind alle kaputt“, brummte Wobsy beleidigt.
„Wieso denn kaputt?“, fragte die Teddymama. „Die sehen doch wunderschön aus.
Schau nur!“
„Ja“, brummte Wobsy, „Schön sehen sie aus. Aber kein einziges Schneeglöckchen
bimmelt. Können wir die umtauschen….???“
„Aber Wobsy“, lachte die Teddymama und nahm Wobsy auf den Arm. „Die sind doch
nicht kaputt. Schneeglöckchen bimmeln doch nicht wirklich!“
„Und.. und warum heißen die dann so?“, protestierte Wobsy.
„Weil die Schneeglöckchen eben wie kleine Glöckchen aussehen, Wobsy“, erklärte
die Teddymama. „Sieh’ nur, die Blüte sieht aus wie ein kleines Glöckchen und
darin befindet sich sogar ein kleiner Schlägel“.
„Ein Schlääääger!“, rief Wobsy erstaunt.
Die Teddymama lachte herzhaft auf. „Kein Schläger Wobsy. Ein Schlägel! So nennt
man den Teil der Glocke, der innen drin hin und her pendelt und die Töne macht.“
„Ach sooooooooo!“, brummte Wobsy. „Woher soll das ein kleiner Teddy auch wissen!
Soll ich Dir so ein Glöckchen pflücken?“
„Nein Wobsy, das sind keine Blumen für die Vase“, sagte die Teddymama. „Wenn wir
sie hier im Beet lassen, dann haben wir viel länger etwas davon und können uns
jeden Tag daran erfreuen. Und die Bienchen haben auch etwas davon.“
“Du hast Recht“, brummt Wobsy. „So können sich auch die Bienen und Häschen daran
erfreuen. Und jetzt gehen wir Blumen kaufen….“, bestimmte Wobsy mit ernstem
Tonfall.
„Blumen kaufen? Warum das denn?“, wollte die Teddymama wissen.
„Na, um zu sehen, ob wenigstens die Osterglocken läuten“, kicherte Wobsy und
schlug einen übermütigen Purzelbaum.
„Du Schlingel“, lachte die Teddymama und gab Wobsy einen kleinen Klaps auf den
Po. „Los jetzt, Du Naseweiß, rein mit Dir. Ich mache uns einen schönen Kakao…..“
©2006 by Andrea Redmann und Jürgen Kraußlach