Wobsy feiert Ostern auf der
Feuerwehrwache
„Mammmmmaaaaa!“ Wobsy lief ganz aufgeregt in den Garten.
Die Teddymama schaute ihren kleinen Bären fragend an: „Wobsy, ist im Haus etwas
passiert? Warum schreist Du denn so?“
„Maaaammmma!“ Wobsy lief seiner Teddymama direkt in die Arme. Die Teddymama ließ
alles stehen und liegen und fing ihren kleinen Teddy ab und hob ihn auf den Arm:
„Nun sag schon! Was ist passiert, Wobsy!“
Wobsys strahlende Augen verrieten schon, dass nichts schlimmes sein konnte und
Wobsy begann fürchterlich schnell und durcheinander zu erzählen: „Am Telefon auf
der Feuerwehrwache darf ich Sonntag den Osterhasen suchen und eiern, darf ich?“
Die Teddymama lachte: „Du meinst, der Florian hat Dich gerade angerufen und Dich
eingeladen, damit Du am Ostersonntag auf der Wache die vom Osterhasen
versteckten Eier suchst?“
„Ja, oder so! Darf ich?“
„Aber klar darfst Du!“
Und schon zappelte Wobsy so sehr, dass seine Teddymama ihn auf dem Rasen
absetzte. Übermütig schlug Wobsy einen Purzelbaum und lief dann schnell zurück
ans Telefon: „Hey, Florian! Ich darf, kommst Du mich denn abholen?“
„Klar doch, kleiner Freund, ich komme morgen früh ganz zeitig vorbei und hole
Dich ab.“
Wobsy konnte es kaum erwarten, dass Florian ihn abholen kam. So stand er bereits
an der Haustüre und beobachtete die Straße bis Florian endlich um die Ecke bog.
„Tschüß, Mama, ich bin weg!“ Und schon wollte Wobsy zur Türe hinaus.
„Halt, Du Schlingel!“ Die Teddymama stürzte aus der Küche und hielt den kleinen
Teddy gerade noch fest, um ihn zu ermahnen, auf der Wache nur ja artig zu sein.
Mittlerweile stand Flo vor der Türe und nahm seinen kleinen Freund im Empfang:
„Mensch Kumpel, bin ich froh, dass Du mich heute auf die Wache begleitest. Im
Gegensatz zu Weihnachten kann der Dienst an Ostern auf der Wache ziemlich
eintönig sein. Zumindest gibt es keine brennenden Weihnachtsbäume, aber bereit
sein müssen wir ja immer!“
Unterwegs fragte Wobsy Florian noch vorsichtig aus, wo er denn auf der Wache
überall suchen dürfe und Florian gab dem kleinen Teddy keine Einschränkungen. So
stürmte der kleine Teddy auch sofort los, als sie auf der Wache angekommen
waren.
Das erste Ei fand Wobsy in Florians Spind in seinen Schuhen. Ein weiteres lag in
der Dusche in der Seifenschale, eins hinter einem Kissen im
Gemeinschaftsaufenthaltsraum….
Plötzlich musste Florian doch zu einem Einsatz raus. Das ging so schnell, dass
er ganz vergaß, dem kleinen Wobsy Bescheid zu geben.
Wobsy vermisste seinen Freund auch gar nicht sondern lief in dem Trubel mit in
die Fahrzeughalle. Dort fand er auch noch einige Ostereier und plötzlich kam ihm
eine Idee.
Es konnte doch
nicht sein, dass all diese Ostereier nur für ihn versteckt worden waren. So
begann er die Ostereier neu zu verstecken. Die kleinsten Schokoladeneier passten
wunderbar in die Düse des Feuerwehrschlauches.
Als Wobsy mit sich, seiner Eierbeute und der Welt zufrieden war legte er sich im
Aufenthaltsraum auf die Couch und mümmelte den kleinen Schokoladenhasen, den er
gefunden hatte.
„Na, Wobsy, hast Du alle Eier, Hasen und Küken gefunden?“ Florian kam gerade von
seinem Einsatz wieder.
„Ja, schau hier!“
„Ist das alles was Du gefunden hast? Oder hast du die kleinen Schokoeier schon
alle verputzt?“
„Nö, die habe ich neu versteckt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass die
alle für mich alleine sind! Willst Du die nicht mal suchen, Flo?“
Florian suchte eine ganze Weile und Wobsy erklärte mit Warm und kalt, ob Florian
dem Versteck näher kam. Aber Florian war nie auf der „heißen“ Spur. Schließlich
erklärte Wobsy er habe die Eier in die Düse des Feuerwehrschlauchs gesteckt.“
Im ersten Moment wollte Florian schon schimpfen, aber dann flüsterte er Wobsy
etwas ins Ohr.
Sofort sprang Wobsy auf und holte Florians Kollegen: „Ihr sollt Euch da alle mal
aufstellen , hat der Florian gesagt!“
Florians Kollegen stellten sich auf und Florian richtete den mit
Schokoladeneiern verstopften Feuerwehrschlauch auf seine Kameraden. Er stellte
den Druck jedoch so vorsichtig ein, dass die Schokoladeneier nicht zum Geschoss
wurden und ließ es Ostereier über seine Kameraden regnen.
Auf dem Heimweg erklärte Florian, dass dies kein gutes Versteck war und dass
dies hätte böse enden können. Aber mit Ehrlichkeit und Umsicht hätten sie dieses
kleine Missgeschick ja prima aus der Welt geschafft.
© 2006 Andrea Redmann und Jürgen Kraußlach