Wobsys Reise (1)
Wobsy will mit in den Urlaub
Wobsy
räkelte sich gelangweilt auf der Couch und wunderte sich, dass seine Teddymama
sich zu dieser Tageszeit keinen Schokocappuccino in seiner Gesellschaft gönnte,
sondern sich vorwiegend im Schlafzimmer aufhielt, immer mal wieder ins Bad lief
und vor sich hinmurmelte: „Hoffentlich denke ich auch an alles!“
Wobsys Neugier war geweckt und er tapste leise ins Schlafzimmer setzte sich aufs
Bett und beobachtete das Treiben der Teddymama.
„Was machst Du denn da?“, fragte Wobsy scheinheilig neugierig und tapste über
die Wäsche, die die Teddymama zurecht gelegt hatte.
„Ich fahre über das Wochenende mit einer guten Freundin in den Wellnessurlaub,
Wobsy“, sagte die Teddymama, während sie ihre Reisetasche nun packte.
Wobsy hopste nun begeistert auf dem ganzen Bett herum und schlug einen
Purzelbaum. „Uiiii, wir fahren in den Well… Wellen… Nest Urlaub“, brummte Wobsy.
„Sage mal… ähm… machen wir da jetzt auf Badeente?“, fügte Wobsy fragend und auch
augenzwinkernd hinzu. „Oder was ist ein Wellendingsdaurlaub?“
„Das heißt Wellness, Wobsy“, erklärte die Teddymama schmunzelnd. „Und das hat
nichts mit Wellen oder Nestern zu tun, sondern mit Verwöhnen, Entspannen und
Genießen. Da bekomme ich Massagen und Bäder, etc. “
„Das ist ja vielleicht auch was für mich“, brummte Wobsy. „Wo ich doch so ein
Genießerteddy bin.“
„Ich sagte ICH fahre ins Wellnesswochenende, Wobsy. ICH, nicht wir.“
Wobsy schaute die Teddymama beleidigt an und ließ sich mit motziger Miene auf
die Handtücher plumpsen. Dann stand er wieder trotzig auf und verschränkte die
Arme vor der Brust.
„Ne, ne, das kannste aber vergessen“, brummte er motzig und sehr überzeugend.
„ICH komme mit!“
„Aber das ist mein Wellnesswochenende“, versuchte die Teddymama Wobsy zu
überzeugen und ihn so zu überreden, doch daheim zu bleiben.
„Ooooo Key“, brummte Wobsy mit listigem Unterton und gleichzeitig beleidigt.
„Dann mache ich hier zu Hause eben mein eigenes Wellen - Nest - Dingsda
Wochenende. So mit Hooonig und Kakaoverwöhn…..“.
Weiter kam Wobsy nicht, denn die Teddymama gab sich angesichts dieser Aussichten
geschlagen.
„Ist ja guuut, Wobsy. Du kommst ja mit“, sagte sie mit einem leisen Seufzer und
dachte: „Sonst habe ich dort ja eh keine ruhige Minute, mache mir unentwegt
Sorgen und kann mich nicht so recht entspannen.“
Text:
© Andrea Redmann und Jürgen Kraußlach 2008
Bild: © Bianka Behrami 2008