Wobsys Reise (2)
Wobsy sichert sich die Mitfahrgelegenheit
„Na
also, geht doch“, brummte Wobsy zufrieden und kletterte in die Reisetasche.
Wieder einmal hatte er es geschafft seine Teddymama um die immer klebrige
Honigpfote zu wickeln.
„Hallo Wobsy, wir fahren erst morgen. Du musst also noch nicht in die Tasche klettern“, pfiff ihn die Teddymama zurück.
Wobsy kletterte aber nicht wieder aus der Reisetasche, sondern machte es sich zwischen den Badeanzügen, Handtüchern und den T-Shirts seiner Teddymama richtig kuschelig.
„Na egal, lieber bleibe ich hier. Nicht, dass Du mich doch noch vergisst“, brummselte Wobsy.
„Keine Sorge, Wobsy. Versprochen ist versprochen! Und da meine Freundin Claudia ihren Tiger mitbringt, kannst Du auch mit.“
„Einen… einen… Ti.. Ti… Tiger????“, stotterte Wobsy ängstlich, sprang aus der Tasche und stand mit zittrigen Pfoten da.
„Ja klar“, sagte die Teddymama lachend und konnte nun endlich ihre Tasche zu Ende packen. „Claudia hat einen Tiger, der sie begleitet. Jetzt hast Du wohl Schiss, was?“
„Schiss? Iiiich? Niiiemals“, kam es eher kleinlaut aus Wobsys Mund. „Ich bin ein echter Feuerwehrteddy und der weltbeste Tigeraufpasser und der hat niemals Schiss“, tönte Wobsy, streckte seine Nase wenig überzeugend stolz in die Luft und fragte kleinlaut: „Wie groß ist denn der Tiger?“
Die Teddymama musste herzhaft lachen. „Etwa so groß wie Du, Wobsy. Oder… hmmm, doch etwas größer. Und sein Leibgericht sind dicke Knochen und kleine, vorlaute Teddys“, flachste die Teddymama.
„Menno, Du sollst mich nicht immer veräppeln“, motzte Wobsy. „Und nur damit Du es weißt, ich komme dropsdem mit, so!“
Die Teddymama zog den Reißverschluss einer Vortasche auf und bat Wobsy mit einer einladenden Geste, darin Platz zu nehmen. „Das ist das Teddy-Wobsy-Erster-Klasse-Reiseabteil!“
Wobsy sprang kopfüber hinein und strampelte mit den Hinterpfoten. Gedämpft hörte die Teddymama ihn schnauben: „Das soll ein Teddy-Wobsy-Erster-Klasse-Reiseabteil sein? Reichlich eng! Reichlich ungepolstert! ….. Aber was man als Wellen – Nest – UrlauBÄR! nicht alles auf sich nimmt!“
Text:
© Andrea Redmann und Jürgen Kraußlach 2008
Bild: © Bianka Behrami 2008