Wobsy geht auf Reisen

Wobsy lag auf dem Sofa unter der Decke und schlummerte vor sich hin, während seine Teddymama telefonierte. Nachdem sie aufgelegt hatte, sagte sie:
„Wobsy, ich werde demnächst für drei Tage verreisen. Möchtest Du mitkommen?“
Wobsy war sofort munter und sprang auf. „Verreisen?!“, rief er aufgeregt. „Au jaaa, verreisen! Verreisen!“, rief er und schlug einen Purzelbaum. Dann blieb er ruhig auf seinem Teddypo sitzen und schaute seine Teddymama fragend an. „Duuuu, was ist verreisen?“
Die Teddymama lachte auf und nahm Wobsy in den Arm. „Verreisen, das ist wegfahren von zu Hause. Wir packen ein paar Sachen ein und fahren zu einer Freundin. Dort bleiben wir dann ein paar Tage“, erklärte die Teddymama.
„Au jaaaa!“, rief Wobsy aufgeregt. „Gibt es da auch Teddys?“, wollte er wissen.
„Ich glaube nicht“, sagte die Teddymama und setzte den zappelnden Wobsy zurück aufs Sofa.
„Das muss ich sofort Lisa und Mercy erzählen“, rief Wobsy, sprang vom Sofa und rannte in den Garten, um nachzusehen, ob Lisa auf dem Spielplatz ist. Schon von weitem sah er seine beiden Freunde. „Liiiisaaaa, Mercyyyy!“, rief Wobsy aufgeregt und lief zum Zaun.
„Lisa, Lisa, ich reise!“, rief Wobsy. „Ich reise ein paar Tage!“
„Hallo Wobsy“, begrüßten Lisa und Mercy ihren Freund lachend. „Wohin verreist Du denn?“, fragte Lisa.
„Zu einer Freundin meiner Teddymama. Und ich darf mit!“.
„Wie lange bleibt ihr denn weg? Wir werden Dich bestimmt vermissen“, brummte Mercy ein wenig traurig.
„Och, nur drei Tage“, sagte Wobsy. „Aber ich freue mich schon ganz doll. Es ist doch meine erste Verreise. Ich werde euch auch etwas Schönes von der Reise mitbringen“, versprach Wobsy.
An den nächsten Tagen war Wobsy sehr aufgeregt und konnte den Tag der Abreise kaum erwarten. Dann endlich war es soweit und seine Teddymama fing an, die Taschen zu packen.
„Heeee, vergiss meinen Honig nicht“ rief er, als er hörte, wie die Teddymama sagte:
„So, fertig, alles gepackt“.
Die Teddymama lachte. „Du passt aber gut auf, Wobsy. Natürlich nehmen wir Dir ein Glas Honig mit“. Die Teddymama ging in die Küche und nahm ein Glas von Wobsys Honig aus dem Schrank.
Nachdem das Glas verpackt war, nahm die Teddymama Wobsy auf den Arm. „Jetzt fehlst nur noch Du. Ab in die Tasche mit Dir, nicht das ich Dich auch noch vergesse...“, sagte sie und setzte Wobsy in die Tasche. Sie passte auf, das Wobsy auch gut gepolstert saß und nichts drückte. Dann zog sie den Reißverschluss der Tasche zu.
Sofort war ein heftiges Brummen zu hören. „Heeee, ich will auch was sehen!“, brummte Wobsy beleidigt und trat mit seinen Beinen gegen die Tasche.
„Oh Entschuldigung“, sagte die Teddymama lachend und zog den Reißverschluss wieder ein Stück weit auf. „Du hast ja Recht, Wobsy.“
Kaum war die Tasche ein Stück weit auf, steckte er schnell den Kopf heraus und sah seine Teddymama kopfschüttelnd an. Dabei war ein leises Brummen zu hören.
Die Teddymama strich ihm über das Teddyköpfchen und Wobsy war schnell wieder versöhnt.
Kurz darauf klingelte es an der Tür.
„Auf geht es“, sagte die Teddymama und schnappte sich die Tasche. Sie stellte die Tasche samt Wobsy in den Kofferraum des Autos. Sie wollte schon die Klappe schließen, als sie Wobsys Blick sah. „Na komm schon...“, sagte sie, „Du darfst auf meinem Schoß sitzen.“
Mit freudigem Brummen kletterte Wobsy aus der Tasche und reckte der Teddymama seine Arme entgegen.......


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