Wobsy feiert Ostern


 

Lisa, Mercy und Wobsy saßen am Gartenzaun in der Sonne und unterhielten sich, als die Teddymama zu ihnen kam.
„Hallo Lisa, hallo Mercy“, begrüßte sie Lisa und Mercy und strich Wobsy über den Rücken.. „Habt ihr beiden morgen früh nach dem Frühstück Zeit, um Wobsy und mich zu besuchen?“, fragte die Teddymama und reichte den Dreien Äpfel. „Ich habe eine kleine Überraschung für Euch!“
„Eine Überraschung? Uuuiiih toll! Was denn, was denn?“, drängelte Wobsy ungeduldig und schlug wie immer, wenn er ganz neugierig und aufgeregt war, einen Purzelbaum.
„Die verrate ich erst morgen“, sagte die Teddymama lachend.
Nachdem Lisa und Mercy zugesagt hatten, ließ die Teddymama die drei Freunde wieder alleine. Sie ging in die Küche, beobachtete die Drei aus dem Küchenfenster und fing an, Eier zu kochen. Nachdem die Eier gekocht waren, ging sie in den Keller und suchte die Osternester und das Ostergras hervor.

Am Abend, als Wobsy schon im Bett lag, färbte die Teddymama die Ostereier. Als sie fertig war, lagen rote, gelbe, blaue, grüne und violette Ostereier in der Schale. Nachdem die Eier getrocknet waren, bereitete die Teddymama die Osternester vor. „Hoffentlich haben wir morgen schönes Wetter“, ging es der Teddymama durch den Kopf.

Am Morgen stand die Teddymama vor Wobsy auf. Noch bevor sie sich ihren Kaffee kochte, schlich sie in den Garten, um die Osternester zu verstecken. Dazu versteckte sie noch einige lose, bunt gefärbte Eier, sowie einige Süßigkeiten und Schokoladenhasen.
Die Teddymama saß gerade am Tisch, um ihren Kaffee zu trinken, als Wobsy die Treppe herunter tapste.
„Gibt es jetzt die Überraschung?“, fragte er noch ein wenig verschlafen, während er auf den Schoß seiner Teddymama kletterte.
„Aber Wobsy, erst einmal gehst Du Dich waschen. Und dann wollen wir doch auf Lisa und Mercy warten, oder?“
Wobsy brummte leise vor sich hin und tapste ins Bad. Anschließend bekam er erst einmal ein Frühstück von seiner Teddymama.
Ungeduldig wartete Wobsy auf seine Freunde und als es an der Tür klingelte, rief er aufgeregt: „Das sind Lisa und Mercy!“ Er sprang vom Stuhl und lief zur Tür. „Gibt es jetzt die Überraschung?“, fragte er aufgeregt und hangelte sich an den Türgriff.
„Ja, Wobsy“, lachte die Teddymama und begrüßte Wobsys Freunde.
„So ihr Drei, wie ich heute Morgen gesehen habe, war der Osterhase in unserem Garten und hat für Euch Osternester versteckt. Habt ihr Lust, sie zu suchen?“
„Au jaaaaaaaa!“, riefen die drei wie aus einem Mund und liefen aufgeregt in den Garten.
Mercy, Wobsy und Lisa liefen und krochen durch den Garten, schauten unter den Büschen, in alle Ecken und in die Blumenbeete.
Zufrieden und lächelnd beobachtete die Teddymama die drei Freunde. Es bereitete ihr große Freude, zu sehen, wie viel Spaß die Drei hatten. Allmählich kamen alle Nester, Ostereier und Süßigkeiten zu Tage, die sie am Morgen versteckt hatte.

Nachdem alle Nester gefunden waren, kamen die Drei zur Teddymama und bedankten sich überschwänglich bei ihr.
„Danke schön“, sagte Lisa, „das war wirklich eine sehr schöne Überraschung“. Sie nahm die Teddymama in den Arm und drückte sie fest. Sofort hingen auch Wobsy und Mercy auch an ihrem Hals.
„Ist ja gut, ihr Drei“, sagte sie lachend. „Ihr erdrückt mich ja. Ich wünsche euch Frohe Ostern!“
„Das wünschen wir Dir auch“, sagten die Drei Freunde. Lisa ging kurz an den Gartenzaun, pflückte eine Osterglocke und schenkte sie der Teddymama.
„Danke schön“, sagte sie gerührt.
„Gern geschehen“, erwiderte die Teddymama. „Eure Freude zu sehen, ist der schönste Dank für mich!“

Nachdem Lisa und Mercy gegen Mittag gegangen waren, legte sich die Teddymama ein wenig aufs Sofa, um etwas zu schlafen.
Kaum hatte sie die Augen zu, schlich Wobsy in die Küche. Er wollte seiner Teddymama ebenfalls ein Osterei schenken. Wobsy kletterte auf einen Stuhl und holte ein Ei aus dem Kühlschrank. Vorsichtig legte er es auf den Küchentisch und holte seinen Malkasten. Dann fing Wobsy an, das Ei schön bunt anzumalen. Nachdem er fertig war, nahm er das bunte „Osterei“ und legte es seiner Teddymama auf den Tisch. Aufgeregt aber geduldig wartete er bis die Teddymama ausgeschlafen hatte. So kletterte er ebenfalls auf das Sofa und kuschelte sich bei ihr an.
Nachdem die Teddymama ausgeschlafen hatte, entdeckte sie das bunte „Osterei“ auf den Tisch. „Oh, was ist das denn? Das ist ja wunderschön“, sagte sie.
„Das hat der Osterhase gebracht“, kicherte Wobsy.
„So, so, der Osterhase“, wiederholte die Teddymama verschmitzt. „Na, dann will ich mir das Ei mal schmecken lassen.....“ . Die Teddymama klopfte das „Osterei“ auf den Tisch, um es pellen zu können. Das Ei platzte auf und das Ei ergoss sich über den Tisch.
Die Teddymama musste laut und herzhaft lachen. „Ach Wobsy.....“, lachte sie und strich dem Teddy liebevoll über den Kopf.
Wobsy begriff, dass er irgendetwas falsch gemacht hatte und lief rot an.
„Du musst Dich nicht schämen“, beruhigte ihn die Teddymama. „Das Ei war sehr schön und ich habe mich dolle darüber gefreut. Aber, Wobsy, ein Osterei muss man vorher hart kochen, bevor man es färbt“, erklärte die Teddymama.
„Das wusste ich nicht“, sagte Wobsy verlegen.
„Das macht doch nichts. Das nächste mal weißt Du Bescheid. Und nun komm’, lass’ uns einen Lappen holen und sauber machen. Danach genehmigen wir uns ein schönes Osterei aus Schokolade.....“
Der „Schaden“, den das rohe bemalte Ei angerichtet hatte, war schnell behoben. Mittlerweile knabberte Wobsy nachdenklich an einem kleinen Schokoladenosterhasen, den er am Morgen im Garten gefunden hatte. Die Teddymama beobachtete ihn und fragte schließlich:
„Wobsy, Du bist doch nicht immer noch traurig, dass Dir Deine Osterüberraschung nicht gelungen ist, oder?“
„Nein,“ antwortete Wobsy, „aber liegt Ostern auch schon mal auf dem 1.April?“
Die Teddymama schaute verdutzt und überlegte: „ Ja, Wobsy, das kann passieren!“
„Dann merke ich mir meine Osterüberraschung als Aprilscherz!“ gluckste Wobsy und beide lachten hell auf.

 

© by A. Redmann / J. Kraußlach