Wobsys neue Freundin

Schon seit Tagen war Wobsy irgendwie seltsam. Er redete weniger als sonst und schaute oft verträumt in die Luft. Er lächelte unentwegt versonnen und er schien regelrecht auf Wolken zu schweben.
Bis jetzt hatte die Teddymama nichts gesagt, denn sie ahnte, welche Gefühle Wobsy beschäftigten. Wer sich so benimmt, der kann nur verliebt sein…. Und so wie Wobsy lächelte, musste es eine bäääärige Liebe sein und nicht nur die Vorfreude auf eine Extraportion Honig.

Auch jetzt saß Wobsy verträumt auf dem Sofa, schaute aus dem Fenster und vergaß sogar, seinen geliebten Honig zu schlecken.
Die Teddymama setzte sich neben Wobsy und nahm ihn auf den Schoß. Sie war schon neugierig, wer ihrem Wobsy da den Kopf verdrehte.
„Na, Wobsy, willst Du mir nicht verraten, wie Deine neue Freundin heißt?“, fragte die Teddymama lächelnd.
„Freuuundin? Ääääähm, wiesoooo Freundin?“, brummte Wobsy, fühlte sich ertappt und lief rot an. Dabei schaute er verlegen zur Seite. „Und…. und woher weißt Du,…. dass ich ….“, druckste Wobsy herum.
„Du musst Dich nicht schämen, Wobsy“, sagte die Teddymama und drückte Wobsy. „ Aber wer so glücklich lächelt wie Du und sogar seinen Honig vergisst, der kann nur verliebt sein.“
„Bonnie“, brummte Wobsy leise und schüchtern. „Sie heißt Bonnie.“
„Oh, ein schöner Teddyname“, sagte die Mama. „Wo hast Du denn die Teddyline Bonnie kennen gelernt?“
„Auf dem Spielplatz“, antwortete Wobsy. „Bonnie war mit einem kleinen Mädchen da und wir haben uns gleich gut verstanden“, plapperte Wobsy jetzt munter drauf los. „Das Mädchen kannte Lisa und die hatte Bonnie mit. Und als Lisa und das Mädchen kletterten, setzte ich mich zu Bonnie…..“
„Ich freue mich für Dich, Wobsy“, sagte die Teddymama. „Wenn Du magst, kannst Du Deine Bonnie ja mal zum Honigschlecken einladen.“
„Au jaaaaaaaaa, au jaaaaaa feiiiin, daaaaaaanke“, brummte Wobsy und schlug übermütige Purzelbäume auf dem Sofa. Dabei wäre beinahe noch das Honigglas zu Boden gefallen, hätte es die Teddymama nicht aufgefangen. „Ich muss gleich los und Bonnie fragen“, rief Wobsy aufgeregt und sprang vom Sofa.
Noch ehe die Teddymama etwas sagen konnte, war Wobsy aus der Tür verschwunden und lief Richtung Spielplatz.
„Denk daran, Flo kommt gleich zu Besuch“, rief die Teddymama noch hinterher. Allerdings wusste sie nur zu genau, dass man verliebte Bären kaum aufhalten kann.
Kurze Zeit später war Wobsy wieder da und berichtete der Teddymama aufgeregt, dass er Bonnie eingeladen hätte und dass sie ihn morgen besuchen kommt.
„Na, da müssen wir ja schauen das wir morgen genug Honig im Haus haben“, sagte die Teddymama lachend und knuddelte ihren verliebten Teddy.
„Ja und… und noch was!“, rief Wobsy, zerrte sich los, sprang vom Sofa und lief in den Garten.
„Was denn noch?“, wollte die Teddymama wissen. Da kam Wobsy auch schon aus dem Garten zurück und hielt eine wunderschöne Rose in den Pfoten, die er für Bonnie gepflückt hatte.
„Ich hoffe, Du bist nicht böse, weil ich Dir eine Rose abgebrochen habe“, brummte Wobsy und wurde erneut ein wenig rot.
„Wie kann ich denn einem verliebten Teddy böse sein“, sagte die Teddymama fast ein wenig neidisch.
Wobsy merkte seiner Teddymama neben ihrer Freude für ihn auch eine gewisse Traurigkeit an. Er musterte seine Mama ganz intensiv um herauszufinden, was das für eine Traurigkeit war. Schließlich krabbelte er seiner Teddymama wieder auf den Schoß und knuddelte sie ganz feste: „Mama, brauchst aber nicht traurig sein, .....oder eifersüchtig ..... oder beleidigt ..... Dich habe ich auch immer noch ganz dolle lieb!“



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